Puh! wir sind so mit Biken beschäftigt, dass wir kaum noch zum schreiben kommen..naja nicht ganz, die weltlichen Pflichten werden bei uns ja auch nicht weniger..die Studentenjahre sind ja nun bei den meisten vorbei. Aber die Leistung und Leidenschaft bleibt auch wenn es jetzt manchmal etwas stressiger wird wenn man nach 4 Tagen Etappenfahrt Morgens um 4 wieder daheim aufschlägt und um 7 wieder der Bürostuhl wartet. Deshalb erst jetzt eine kleine Zusammenfassung von den Ereignissen der letzten Monate. Die Form steigert sich kontinuierlich und die richtigen Abenteuer beginnen…

Aber alles der Reihe nach:

Bikefestival Rivatorsten riva

Den sportlichen Auftakt der Mountainbikesaison bildet für viele traditionell der Bikemarathon beim Bikefestival in Riva am Gardasee. Für uns auch immer eine Gelegenheit um die langjährigen Sponsoren mal wieder persönlich zu treffen und einen kleinen Plausch zu halten. Und auch allerhand Neuheiten lassen sich bestaunen. Der Marathon ist für uns sportlich wirklich nur als Auftakt zu sehen, eine gute Gelegenheit Rennkilometer zu sammeln, oder Frühform zu demonstrieren (das machen aber meist die anderen…) unsere Zeit kommt später;). In diesem Jahr konnten wir uns allerdings ganz gut im vorderen Feld behaupten. So waren wir mit Floh; Dani, David, Torsten, Lutz und Tom in allen Streckenlängen unter den besten 50 von den 3000 Startern zu finden. Besonders die Ronda Extrema mit ihren 90km und 3800hm stellen dabei schon eine ordentliche Herausforderung an sich dar.

Perstejn Giro

perstejn

Weiter ging es dann zu den heimischen Rennen die zum weiteren Formaufbau dienen sollten. Zum Lieblingsrennen im Frühjahr mausert sich seit letztem Jahr dabei der Perstejn Giro knapp jenseits der Grenze am Keilberg. Generell fahren wir viele Rennen im osteuropäischen Ausland, die harten Strecken und die gute Stimmung sind immer eine Reise wert. Auf jeden Fall entdeckt man bei dem Rennen in Perstejn mal die wilde Seite des Erzgebirges, schroffe Täler und 600hm am Stück- ein absolutes Kontrastprogramm zu den leicht geschwungenen Kuppen auf der deutschen Seite. Nach 42km und einigen ziemlich schönen Singletrailpassagen zeigte sich schon der erste Aufwärtstrend in der Form. Dani konnte souverän den Sieg einfahren und Torsten und Lutz standen ebenfalls als 3. und 2. Auf dem Treppchen. So konnte es weitergehen…

Cubecup Wüstenselbitz

wüstenselbitz

Ging es aber nur für Dani und Lutz, die kurz darauf bei Cubecup im Fränkischen Wüstenselbitz am Start standen. Die Strecke hätte dabei eher auf den Namen Wurzelselbitz gehört, was dann auf den 90%igen Wurzelanteil schließen lassen würde. Nach etlichen harten ruppigen Runden konnte Dani erneut einen Sieg einfahren, für Lutz reichte es nur zu Rang 4.

Belgian Mountainbike Challenge

belgien

Torsten und Alex hingegen zog es nach Belgien, um in den Ardennen an der Belgian Mountainbike Challenge (3 Etappen) teilzunehmen. Die im Vorfeld erhofften Trails waren dann doch mehr breite Wald und Wiesenwege…Belgien eben. Das Weltklassefahrerfeld und das miese belgische Wetter taten das Übrige. Alex musste bereits nach 2 Etappen die Segel streichen. Torsten das erzgebirgische Urgestein quälte sich auf dem ungeliebten flachen Terrain bis ins Ziel durch. Der 35. Gesamtrang im super besetzten Rennen zeigte schon die ansteigende Form bei Torsten.

Mountainbikemarathon Dresden/ Marathon Man Serie Klatovy/Siedelsbrunn/Inselbergmarathon

Nach Regen kommt Sonnenschein so auch bei uns. Zuhause beim ersten Mountainbikemarathon in Dresden am Pfingstmontag war es ordentlich heiß und sonnig. Kreuz und quer ging es dabei durch die Dresdner Heide. Ziemlich abwechslungsreich und schnell. Am besten kam Floh durch und sprintete auf Rang 3. Alex und Torsten erwischten jeweils eine falsche Abzweigung und fuhren so kleine Extrarunden. Auch beim Inselberg Marathon in Tabarz war es ordentlich heiß und steil, David fuhr dort auf einen ordentlichen 3. Rang. Etwas weniger warm war es dagegen bei Tom in Klatovy im Böhmerwald. Bei der renomierten Marathon Man Europe Serie kam er trotz Temperatursturz und Gewitter auf einen hervorragenden 4. Platz. Floh holte sich derweil einen Sieg im Odenwald beim Marathon in Siedelsbrunn. Nach diesen vielen kleineren „Sparing“ Wettkämpfen kamen dann die ersten „richtigen“ Rennen. Die Beskidy Trophy in Polen und die Alpentourtrophy in Österreich.

Beskidy Mountainbike Trophy

beskidy

Im tiefsten Polen findet man die Beskiden, ein schönes Mittelgebirge mit Bergen bis knapp 2000m Höhe. Entsprechend schroff sind auch die Strecken. Auf 4 Etappen geht es in Form von einer Sternfahrt jeden Tag in eine andere Richtung. Bei 80km und knapp 3000hm kein Vergnügen. Der Untergrund ist dabei ziemlich steinig und steil. Aber genau das richtige für uns. Alex, Torsten und Dani stellten sich der Herausforderung. Torsten hatte mit den Landesmeistern von Großbritannien und Irland gleich zwei richtig harte Brocken als Gegner für die Gesamtwertung. Aber er hielt sich wacker und konnte den 3. Gesamtrang einfahren. Auch Alex fuhr in seiner Altersklasse aufs Treppchen in der Gesamtwertung. Dani konnte bei den Damen ihre Altersklasse gewinnen, insgesamt lag sie knapp auf Rang 2. Trotz super Wetter und Sonnenschein waren die Bikes dabei jeden Tag matschig da es zahlreiche Schlammlöcher zu überwinden galt, die selbst bei der Hitze nicht austrockneten. Fazit traumhafte Gegend und krasse Trails. Einen kleinen Wehrmutstropfen gabs allerdings gleich am Anfang: trotz überwiesener Startgebühr mussten noch einmal eine extra „Deutschensteuer“ bezahlt werden..(Extra Preise für Deustche..da kommt man sich in der EU doch etwas verarscht vor..)

Alpentourtrophy in Schladming

Das Kontrastprogramm zur Beskidy Trophy. Tom rollte sich dabei auf 4 Etappen im alpinen Gelände ein, findet doch in zwei Wochen die Marathon WM in den Dolomiten statt. Dazu hat sich Tom bereits Qualifiziert und muss nun ordentlich treten üben. Das konnte man auf den vielen Schotterwegen dort gut umsetzten. Top 50 war das Ziel bei einem Weltklassefeld, das er konstant umsetzen konnte.

Extrembike Most

Extrem steht dabei für extrem viele Singletrails. Floh und Lutz genossen dieses Rennen das auf einer Fläche von 10x10km einen Singletrailanteil von 90 Prozent bietet und das auch noch in der Nähe. Für Lutz lief es bis zu einem Platten ganz gut dann war aber die Luft im wahrsten Sinne des Wortes raus und die restlichen Kilometer nur Pflicht. Floh dagegen lieferte die Kür ab und siegte souverän auf der 56km Distanz.

Sächsische Meisterschaft beim Mitteldeutschlandcup in Sebnitz

IMG_0825

Das Wochenende sollte das erste große Highlight der Saison werden. Samstag öffnete der Himmel erst einmal seine Schleusen und ließ den Staub auf der Strecke am Skihang in Sebnitz verschwinden. Zum Glück war es die letzten Wochen so trocken, dass die Strecke sich am Sonntagmorgen dennoch in einem akzeptablen Zustand befand. Den Anfang machten Dani und Lutz, die bei den Damen und Masters berechtigte Titelchancen hegten. Für Dani schwanden die Titelchancen schon vor dem Start da für eine Meisterschaft mindestens 5 Sportlerinnen starten müssten. Leider fanden zu Wenige den Weg nach Sebnitz. So musste sich Dani mit dem Sieg des gleichzeitig ausgetragenen Mitteldeutschlandcups begnügen. Dabei hatte sie ab der 2. Runde mit extremen Bauchkrämpfen zu kämpfen, die letztendlich noch zu einem Sturz führten. Zum Glück nur ein paar Abschürfungen und blaue Flecken, und die Erkenntnis, dass Koffeingel durchaus Nebenwirkungen haben kann. Auch bei Lutz lief es nur semioptimal. Die guten Beine hielten anfangs nur eine Runde, danach war auf einmal nix mehr los und erst nach einer langsamen Runde konnte es wieder etwas flotter vorwärts gehen. Am Ende fuhr er bis auf Position 3 vor und hätte fast noch den neuen Sachsenmeister eingeholt. Aber der Vizemeistertitel ist doch auch nicht schlecht. Besser machte es dann Floh bei den Elitestartern. Zusammen mit Alex und Torsten lieferten sie eine gelungene Teamperformance ab. Alex trainierte den explosiven Start für das nächste große Vorhaben in Kanada, konnte den 4. Platz nach der ersten Runde allerdings nicht ganz bis zum Schluss halten. Floh reihte sich sofort an 2. Position ein und behielt sie bis zum Schluss. Der 2 Rang war in dem Fall Gold wert, da der Sieger, den er fast noch gestellt hätte, nicht aus Sachsen kam. Torsten schob sich langsam aber sicher auf den Bronzerang der sächsischen Meisterschaft vor, so dass wir einen kompletten Medaillensatz mitnehmen konnten.

Die Topform werden wir jetzt mal richtig nutzen. Floh und Alex starten beim BC Bikerace in Kanada -ein Traum für jeden Biker. Der Rest wird sich bei der Mad East Challenge in Altenberg in heimischen Gebieten tummeln. Dort werden wir sowohl beim Enduro als auch beim Marathon Rennen am Start sein. Beim Enduro Rennen sind dabei hauptsächlich Abfahrtswertungen zu absolvieren wo die Zeit gemessen und am Ende alle Wertungsprüfungen addiert werden. Die perfekte Vorbereitung für die nächsten schwierigen Rennen die Anfang Juli dann in Tschechien bei der MTB Trilogy warten.

Also seid gespannt und drückt uns die Daumen! Wir sehen uns im Wald..