Die alljährige Leistungsdiagnostik- Fluch oder Segen? Oder eh nur was für die Mathematiker unter den Sportlern? In den meisten Fällen auf jeden Fall nicht ganz billig. Wir hatten Glück, das Florian gerade seine Masterarbeit schreiben möchte und dazu ein paar Leistungstests mit Hintergedanken durchführt. Flohs Hintergedanken interessieren uns hier allerdings gar nicht so sehr, sondern: schaff ich nun die 300W oder nicht? Und was die meisten natürlich auch wissen wollen; wo ist denn meine Schwelle?

Aber erst mal der Reihe nach. Leistung ist ja nicht alles….relative Leistung ist alles! Und da ist es schon, das erste Problem- der Gang auf die Waage wird jedes noch so gute Abschneiden auf dem Ergometer in der Realität zunichte machen, zumindest bei Lutz. Die 3 Kilo zuviel lassen sich nicht wegfahren..noch nicht. Die erste Niederlage auf der Waage ist dabei schon Motivation genug für den ganzen Winter, egal wie die Werte im Test ausfallen. Bei den Anderen sieht es übrigens nicht so Fett aus..

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So was fährt man denn nun für einen Test? Das ganze ist Vergleichbar mit der Frage: welches Rad fahre ich denn nun? – Eigentlich egal, vorausgesetzt ich kann richtig fahren..- so ähnlich verhält es sich also mit den Leistungstests.. ich oder der Trainer muss wissen was ich damit aussagen will und kann (er muss also “fahren können”).

Ein klassischer Test nach BDR Schema sollte es in diesem Fall sein: 100Watt zu Beginn, um dann alle 3 min um 20 Watt hochgeschraubt zu werden. Mann wird das wehtun. Und tat es dann auch.. dem einen mehr (Lutz) den anderen weniger (Alex und Floh). Wieso?- naja vielleicht ein wenig subjektiv diese Einschätzung.

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Die Werte sagen es dann wieder einmal Schwarz auf Weiß: Junge du bist… naja könntest zumindest, besser sein. Aber nach dem Test ist ja bekanntlich vor dem Test, und es ist doch eh nur ein Labortest- draußen sieht das ganz anders aus…es gibt viele Ausreden.

Was bleibt ist die Gewissheit: es wird wieder ein langer Weg..wie immer..das hat sich in den letzten 15 Jahren nicht geändert..die Werte im übrigen auch nicht viel…(zumindest die Herzfrequenzwerte der Trainingsbereiche, nur die Wattwerte sind im Winter etwas down..)

In diesem Sinne ab auf die Piste! (und nicht zu sehr über irgendwelche Leistungsdaten grübeln- mit dem Spaß kommt der Speed!)

P.S. Falls ihr regelmäßiger Läufer seid und Interesse habt mal eine Leistungsdiagnostik auf dem Ergometer zu absolvieren, meldet euch! Florian braucht noch ein paar Probanden..und keine Angst wir sagen eure Werte auch nicht weiter ;)

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Für die die sich mal vergleichen wollen hier mal unsere sehr durchnittlichen Basiswerte: Auswertung mittels Dickhuthmodell: Anerober Übergangsbereich/P max./max. Laktat

Alex ~240W/ 300W/ 6mmol/l

Floh ~230W/ 340W/ 11mmol/l

Lutz ~210W/ 300W/ 11mmol/l

das sagt einiges über den langen Weg aus…bis jetzt haben wir stets den richtigen Weg gefunden unsere Performance zum Sommer wieder auf höhere Sphären zu heben.

Mit einem bunt gemixten Wintertraining aus Rad-Ski-Lauf-Kraft Einheiten geht es in den nächsten Monaten scharf..